Lernspiele

 

Die Entstehung des Geldes

 

Ursprünglich gab es nur den Tauschhandel, bei dem es aber Probleme mit dem Wert der Tauschwaren gab. Wie viele Hühner waren zum Beispiel ein paar Schuhe wert? Es gab also beim damaligen Tauschhandel keinen Wertmaßstab.

Ein weiteres Problem war der Transport, denn selbst wenn man sich auf einen Wert einigen konnte, stellte sich immer noch die Frage, wie man die oft unhandlichen und schweren Tauschwaren transportieren sollte. Deshalb traten im Laufe der Zeit Alltagsgegenstände als eine Art Währung an die Stelle von Gütern, die direkt getauscht wurden. So wurden unter anderem Sicheln als Zwischengüter verwendet, mit denen bereits zwei der Probleme des direkten Tauschhandels gelöst wurden. Sicheln waren etwas, mit deren Hilfe man den Wert seiner Waren umrechnen konnte. Des Weiteren konnte man sie als Wertaufbewahrungsmittel nutzen, da sie nicht verderblich waren. Jedoch blieb das Problem des Transportes, da man nur schwer mehrere dieser Waren mit sich führen konnte. Zur Lösung dieses Problems wurden Ziersicheln entwickelt, also Miniatursicheln, bei denen der Händler zusicherte, sie jeder Zeit gegen eine große, funktionstüchtige Sichel zu tauschen. Jetzt war die Sichel zu einem Naturalgeld geworden, bei dem der Wert nicht mehr durch den Metallwert oder den Herstellungswert garantiert war, sondern durch das Vertrauen gegenüber einem Händler, der versprach, den symbolischen Wert gegen den realen einzutauschen.

Dennoch war der Wert dieser Waren dadurch bestimmt, dass es schwierig war, diese herzustellen.

Damit sind die wichtigsten Voraussetzungen für die Akzeptanz des Zwischenhandelsprodukts als Tauschmittel festgelegt.

Bereits früh trat Gold als Tauschmittel auf. Gold sah wegen seines Glanzes schön aus, die gelbe Farbe war attraktiv und Gold alterte nicht, es rostete nicht und verdarb nicht.

Gold hatte den Vorteil, dass man es wiegen konnte, und so leicht einen Vergleichsmaßstab hatte. Jedoch musste man es auch ständig wiegen, um herauszufinden, was das Stück Gold wert war, das jetzt zum Bezahlen genutzt wurde. Doch auch dieses Problem wurde bald gelöst, und zwar als man begann, gleichschwere Stücke Gold mit dem gleichen Stempel zu versehen. Somit wurde das Wiegen überflüssig.

Damit war die Münze erfunden, ein Zahlungsmittel, das gleichzeitig die drei Funktionen von Geld in sich vereinigte. Durch den Stempel war es allgemein anerkannt und weitgehend fälschungssicher, es war im Wert festgelegt und es war wertbeständig, da der Tauschwert durch den Metallwert gedeckt war. Dies geschah um 650 vor Christi Geburt, auf der östlichen Seite des Bosporus. König Krösus prägte einen Löwenkopf auf seine Münzen, die bald im gesamten Mittelmerraum auftraten. So kam es, dass er damals als der reichste Mann seiner Zeit galt. Es ist interessant, dass eine ähnliche Entwicklung zur gleichen Zeit in China stattfand, ohne dass man eine Verbindung zwischen den beiden Entwicklungen herstellen kann.

Bedenkt man, dass ein Würfel von einem Zentimeter Kantenlänge aus Gold schon einen Wert von etwa 660 Euro besitzt, kann man sich denken, dass Goldmünzen für den alltäglichen Handel auf dem Markt ungeeignet waren. Es war also notwendig, kleinere Einheiten zu finden, die es ermöglichten, auch Dinge von geringerem Wert gegen Geld zu tauschen. Man begann nun auch Münzen aus Silber herzustellen, da der Wert von Silber kleiner war als der des Goldes.

Als Athen etwa 200 griechische Städte im attischen Seebund um sich scharte, wurde die athenische Tetradrachme im ganzen Mittelmeerraum verbreitet.

Als das Römische Reich seinen Aufstieg feierte, war damit auch die Verbreitung der römischen Münzen verbunden. Die Römer hatten in schlechten Zeiten das Münzgewicht verringert oder andere Metalle zur Münze hinzugefügt, wodurch der Materialwert sank, allerdings ohne den offiziellen Wert der Münze zu verringern. So kam es, dass der Wert des Geldes irgendwann nicht mehr durch den Materialwert gedeckt war, die Menschen den Münzen jedoch trotzdem den selben Wert zumaßen. Erst als das römische Reich seinen politischen Niedergang erlebte, verloren die Menschen auch das Vertrauen in das römische Geld, und sie kehrten großenteils zum Tauschhandel zurück.

Karl der Große hatte schon früh die Bedeutung einer einheitlichen Währung erkannt und führte deshalb um 800 nach Christus ein Silber-Münzsystem ein, das in seinem gesamten Reich galt. Mit der Zersplitterung des Reiches zersplitterte auch das Währungssystem. Da die Menschen nun aber immer öfter mit Menschen in weit entfernten Regionen Handel trieben, war es für Kaufleute immer gefährlich, große Strecken mit großen Bargeldmengen zurückzulegen. Daher zog man es immer häufiger vor, statt Bargeld ein Dokument mitzuführen, das dem Kaufmann bestätigte, dass er in seinem Heimatort bei einer "Bank" eine bestimmte Summe Geldes hinterlegt hatte, die ihm die Bank bei Vorlage des Dokuments an dem anderen Ort auszahlen sollte. Dann hatte der Kaufmann dort Bargeld, um auf dem Markt Handel zu treiben und die Ware zu bezahlen, das Geld, das er nicht für die Rückreise benötigte, konnte er dort wiederum auf der "Bank" einzahlen. Dafür erhielt er wieder ein Dokument, das ihm diese Einzahlung bestätigte und das er in seinem Heimatort wieder gegen Geld eintauschen konnte. Da Diebe in der damaligen Zeit fast ausnahmslos des Lesens unkundig waren, erkannten sie bei einem Überfall den Wert des Briefes nicht, so dass diese Form der Quittung wesentlich sicherer war als der Besitz von Barmitteln. Aus diesen Dokumenten, die bald ihrerseits statt Geldes weitergegeben werden konnten, entwickelten sich während des Spätmittelalters und der Renaissancezeit die "Banknoten", Papiere deren Wert durch bei einer Bank hinterlegtes Geld gesichert war.

  

Der Klang der Münze

 lernspiele.de/cms/media/Geld/DerKlangderMuenze.mp3

Ein weisser Mann war mit einem Indianer befreundet. Einmal besuchte der Indianer seinen Freund in der Grossstadt. Als sie einer stark befahrenen Strasse entlang gingen, bemerkte der Indianer: «Hörst du auch, was ich höre?» – «Was soll ich schon hören bei diesem Verkehrslärm», entgegnete der Freund. «Ich höre eine Grille zirpen», beharrte der Indianer. «Du kannst doch unmöglich eine Grille zirpen hören – bei diesem Lärm!» Der Indianer trat zur Seite, ging auf ein Haus zu, schob eine Weinrankenblatt zur Seite; und siehe da: Eine Grille hockte an der Hauswand.

«Ihr Indianer habt halt ein besseres Gehör als wir Weissen», versuchte sich der Freund herauszureden. «Das stimmt nicht, ihr hört so gut wie wir Indianer. Soll ich´s dir beweisen?» Der weisse Mann nickte. Der Indianer nahm eine Geldmünze aus der Tasche und warf sie auf den Gehsteig. Obwohl sie kein lauteres Geräusch machte als die zirpende Grille, drehten sich zwei, drei Passanten suchend um.

«Siehst du», erklärte der Indianer, «ihr hört so gut wie wir; doch jeder nimmt nur das wahr, worauf sein Herz gerichtet ist.»

www.tauschnetz.ch/Bibliothek/klangdermuenze.pdf

 

Der wandernde Tausender

 http://lernspiele.de/cms/media/Geld/DerwanderndeTausender.mp3

Drei Freunde, ein Wirt, ein Fahrradhändler und ein Maler, trafen sich jede Woche am Stammtisch. Eines Tages kam ein Fremder, der den Wirt bat, einen 1000-Euro-Schein in Verwahrung zu nehmen, da er nicht mit soviel Geld unterwegs sein wolle. In fünf Wochen würde er zurückkommen und das Geld wieder abholen.

Dem Fahrradhändler fiel ein, daß er noch ein Tandem im Sonderangebot hatte. Das würde gerade 1000 Euro kosten, und das könnte sich das Wirtsehepaar jetzt endlich leisten. "Aber die tausend Euro gehören uns doch nicht", sagte der Wirt. - "In fünf Wochen hast du das Geld wieder drin." So kaufte der Wirt das Tandem. Jetzt redete der Maler dem Fahrradhändler zu, doch seinen Laden mal wieder neu streichen zu lassen. Er würde ihm für tausend Euro alles wieder fein machen, weil sie ja Kumpel seien. So wechselte das Geld erneut, und der Laden strahlte in neuem Glanz. Nun fiel dem Wirt ein, daß der Maler immer mal eine große Feier veranstalten wollte. Er wäre bereit, so etwas auszurichten für einen schlappen Tausender. Daraufhin feierten sie ein rauschendes Fest.

Nach Ablauf der fünf Wochen konnte der Wirt dem Fremden seinen Tausender wieder aushändigen. Der bedankte sich artig für den guten Dienst, zerriß den Schein dann aber in kleine Schnipsel. Leider, das hätte er in der Zwischenzeit erfahren, sei der Tausender Falschgeld gewesen.

Das Ehepaar hatte sein Tandem, der Fahrradhändler einen frisch gestrichenen Laden, der Maler sein rauschendes Fest bekommen. Alle waren reicher - wodurch? Der Glaube an den Wert eines Fetzens Papier, das aussah wie ein Tausender, hatte allen geholfen. (leicht verändert aus: www.roland-regional.de)

http://regionalgeld.de/v/Eintrag.php?threadid=6&boardid=6&styleid=1&sid=3bncjettdap232nvvd0r2o7f43

 

Das elfte Lederstück

lernspiele.de/cms/media/Geld/DaselfteLederstueck.mp3

Es war einmal ein Dorf mit glücklichen und wohlhabenden Menschen. Alles, was sie benötigten, erhielten sie von ihren NachbarInnen im Tausch gegen selbstproduzierte Waren. An den Markttagen sah man sie mit ihren Gütern auf den Straßen. Schwierig wurde der Handel nur, wenn die lebende Ware weglief oder wegflog. Dies passierte einem Bauern gerade, als ein Fremder in das Dorf kam und das mit ansah. Er wußte, wie der Tausch angenehmer gestaltet werden konnte, und schlug vor, nicht direkt Ware gegen Ware zu tauschen, sondern handliche und haltbare Lederstückchen dazwischenzuschalten. Ein Stück sollte dem Wert eines Huhns entsprechen. Die Lederstückchen markierte er mit seinem Stempel, damit nicht mehr hergestellt werden konnten als ursprünglich. Jede Familie erhielt zehn davon. Der Handel entspannte sich, und alle waren damit sehr zufrieden.

Die Menschen im Dorf fragten den Fremden, was sie ihm als Dank für diese gute Idee geben könnten. Naturalien hatten sie reichlich, und sie wollten gerne davon abgeben. Der Fremde wollte sich aber bei der Weiterreise nicht mit Gepäck belasten. Also wünschte er Lederstückchen, die er auch schon in anderen Dörfern eingeführt hatte. Aber er wollte sie nicht sofort haben. Jedes Jahr, wenn er wiederkäme, sollte jede Familie zehn der Lederstückchen vorzeigen und noch ein weiteres dazu. Das wollte er dann zum Dank mitnehmen. Woher sollte das elfte Lederstück kommen? Ohne Zutun des Fremden konnten nicht mehr Stücke als die ersten hergestellt werden. Seine Bedingung war also nur zu erfüllen, indem anderen Dorfmitgliedern ihre Lederstücke abgehandelt wurden. Die waren dann vom neuen Handel ausgeschlossen, und es ging ihnen schlecht. Die Lederstücke, die nur Stellvertreter hatten sein sollen, hatten einen eigenen Wert bekommen. Im Bemühen, die Bedingung des Reisenden zu erfüllen, wuchsen Konkurrenz und Mißgunst im Dorf. Aus Angst vor Verlust stockte der Handel, und es kam Not auf.

Der Friede und Wohlstand aller konnten nur wiederhergestellt werden, indem das Dorf entweder zum direkten Tauschhandel zurückkehrte oder sich eine eigene Währung schuf, die den BewohnerInnen nicht genommen werden konnte. So geschah es. Das neue Geld war natürlich nur in diesem Dorf gültig; das erste, die markierten Lederstücke, wurde auch in anderen Dörfern, durch die der Fremde gekommen war, verwendet und ermöglichte den neuen, bequemen Handel über das Dorf hinaus. So kehrten Zufriedenheit und Wohlstand in ihre Welt zurück; und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

(australisches Märchen, abgewandelt nach Lietaer, Bernard A.: Das Geld der Zukunft. Riemann-Verlag, 1999, Seite 132 ff))

http://regionalgeld.de/v/Eintrag.php?threadid=16&boardid=6&styleid=1&sid=3bncjettdap232nvvd0r2o7f43

 

Der Josefspfennig

 lernspiele.de/cms/media/Geld/DerJosefspfennig.mp3

Wenn Josef von Nazareth für seinen Sohn Jesus zu Beginn unserer Zeitrechnung einen Pfennig mit fünfprozentiger Verzinsung bei einer nichtjüdischen Bank angelegt hätte (innerhalb des Judentums war Zins verboten), hätte Jesus bei seiner Wiederkehr im Jahr 1749 Anspruch auf Gold in der Größe des Erdballes und im Jahr 1990 schon auf 134 Milliarden solcher Goldkugeln gehabt. Wenn die 5 Prozent Zinsen in der Zeit nicht mitverzinst, sondern auf einem zinsfrei geführten Konto gesammelt worden wären, wäre aus dem Pfennig nicht einmal eine ganze Mark geworden, sondern nur 99 ½ Pfennig.

(nach Lietaer, 1999, und Kennedy, 1994)

 

Der hungrige Landstreicher

http://lernspiele.de/cms/media/Geld/DerLandstreicher.mp3

„Ein Landstreicher fand sich eines schönen Abends fast verhungert am Küchenfenster eines renommierten Restaurants. Die Düfte, die daraus hervordrangen, waren köstlich. Er sog sie ein: das dämpfte den Schmerz des Hungers ein wenig. Ein Koch bemerkte dieses Treiben, schoß heraus und forderte Bezahlung für solchen ‚Dienst‘. Beinahe wäre es zwischen beiden zu Handgreiflichkeiten wegen besagter Forderung gekommen, da trat ein Dritter herzu und erbot sich, zwischen beiden zu schlichten. Gib mir ein Geldstück, sagte er. Der Elende gibt ihm stirnrunzelnd eine Münze. Der legt sie auf das Steinpflaster und bringt sie mit der Hacke seines Schuhs ein wenig zum Klingen. Dies Geräusch, sagt er endlich, ist die Bezahlung für den Duft der leckeren Speisen. Der Braten ist ein Ding, das man verspeist, und er duftet. Die Münze ist ein Ding, mit dem man tauscht, und sie klingt. Wenn die Münze den Braten wert ist, so wird der Klang der Münze wohl den Duft des Bratens wert sein. Sprach’s und reichte dem Wanderer das Geldstück zurück. Die Gerechtigkeit war wieder hergestellt.“ [Michel Serres: Der Parasit, Frankfurt am Main 1987, S. 57 f.]

http://blogs.nmz.de/wm2014/2015/07/28/der-klang-der-muenze-der-duft-des-bratens/

 

Die 79. Historie sagt, wie Eulenspiegel den Wirt mit dem Klange des Geldes bezahlte.

Lange Zeit blieb Eulenspiegel in Köln in der Herberge. Einmal begab es sich, daß man das Essen so spät zum Feuer brachte, daß es später Mittag wurde, ehe die Kost fertig war. Eulenspiegel verdroß es sehr, daß er so lange fasten sollte. Der Wirt sah es ihm wohl an, daß es ihn verdroß, und er sprach zu ihm: wer nicht warten könne, bis die Kost zubereitet sei, der möge essen, was er habe. Eulenspiegel ging in eine Ecke und aß eine trockene Semmel auf. Dann setzte er sich an den Herd und beträufelte den Braten, bis er gar war.

Als es zwölf schlug, wurde der Tisch gedeckt, und das Essen wurde gebracht. Der Wirt setzte sich zu den Gästen, aber Eulenspiegel blieb in der Küche am Herd. Der Wirt sprach: »Wie, Eulenspiegel, willst du nicht mit am Tisch sitzen?« »Nein«, sagte er, »ich mag nichts mehr essen, ich bin durch den Geruch des Bratens satt geworden.« Der Wirt schwieg und aß mit den Gästen, die nach dem Essen ihre Zeche bezahlten. Der eine ging fort, der andere blieb, und Eulenspiegel saß bei dem Feuer.

Da kam der Wirt mit dem Zahlbrett, war zornig und sprach zu Eulenspiegel, er möge zwei kölnische Weißpfennige für das Mahl darauflegen. Eulenspiegel sagte: »Herr Wirt, seid Ihr ein solcher Mann, daß Ihr Geld von einem nehmt, der Eure Speise nicht gegessen hat?« Der Wirt sprach feindlich, er müsse das Geld geben. Habe Eulenspiegel auch nichts gegessen, so sei er doch von dem Geruch satt geworden. Er habe bei dem Braten gesessen, das sei soviel, als habe er an der Tafel gesessen und habe gegessen. Das müsse er ihm für eine Mahlzeit anrechnen. Da zog Eulenspiegel einen kölnischen Weißpfennig hervor, warf ihn auf die Bank und sprach: »Herr Wirt, hört Ihr diesen Klang?« Der Wirt sagte: »Diesen Klang höre ich wohl.« Eulenspiegel nahm schnell wieder den Pfennig auf, steckte ihn in seinen Säckel und sprach: »Soviel Euch der Klang des Pfennigs hilft, soviel hilft mir der Geruch des Bratens in meinem Bauch.« Der Wirt wurde unwirsch, denn er wollte den Weißpfennig haben, aber Eulenspiegel wollte ihm den nicht geben und das Gericht entscheiden lassen. Der Wirt gab es auf und wollte nicht vor das Gericht. Er befürchtete, daß Eulenspiegel es ihm so heimzahlen würde wie mit dem Klapptisch, ließ ihn im guten fortgehen und schenkte ihm die Zeche.

Eulenspiegel zog von dannen, wanderte fort vom Rhein und zog wieder in das Land Sachsen.

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/buch/till-eulenspiegel-1936/80

 

 

http://www.germanycash.de/info/geldgeschichten.html

 

Geld ohne Wertverlust

 

Schüler starten interessantes Experiment

 

7 Schülerinnen und Schüler des BOG am BBZ St. Ingbert wollen es wissen. Kann man neben dem Euro auch anders Werte aufbewahren, Werte miteinander vergleichen und Werte/ Waren und Dienstleistungen gegeneinander tauschen, ohne auf den Euro zurückgreifen zu müssen.

 

 

Zeitzeugen gesucht

Schülerinnen und Schüler des Berufsbildungszentrums (BBZ) St. Ingbert suchen Zeitzeugen, die sich noch an die direkte Nachkriegszeit im Saarland und die Umstelllung von Reichsmark auf Saarmark bzw. Franken erinnern. Die Schüler wollen im Gespräch mit ihnen herausfinden, wie eine Zeit mit unsicherem Geld erlebt wird. Freuen Sie sich auf eine interessante Unterhaltung. Kontaktaufnahme: 06842 4411 oder E-Mail: fp@lernspiele.de.

 

Erste Seite zu Geldgeschichte: http://learningapps.org/1977020

 

Zeittaler ein Projekt des BBZ St. Ingbert

 

Wie kann ich zu einer Nachhilfestunde kommen, wenn ich selbst noch kein Geld verdiene? Wie finanzieren wir unsere Abifeier, wenn wir nicht unsere Eltern anbaggern wollen? Fragen, wie sie sich kurz vor dem Abitur wohl viele Schüler stellen.

Ein innovative Antwort darauf wollen fünf Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Oberstufengymnasiums Wirtschaft gefunden haben, den Biosphären-Zeittaler. "Wie jede Währung darf eine Rechnungseinheit nicht ohne einen akzeptierten Gegenwert geschaffen werden, sie darf also nicht beliebig vermehrbar sein und sie muss fälschungssicher sein. Im Gegensatz zum Bankengeld soll die Währung zinsfrei und doch wertbeständig sein, das heißt man muss sich darauf verlassen können, dass man auch noch zu einem späteren Zeitpunkt den gleichen Gegenwert in Waren oder Dienstleistungen für eine Verrechnungseinheit erhält, wie zu Zeitpunkt, an dem die Verrechnungseinheit entstanden ist. "Was kein Mensch beliebig vermehren kann, ist die eigene Lebenszeit, sie ist von dem Augenblick der Geburt an begrenzt," erläutert Jean-Pierre Agostini das Prinzip der Begrenztheit des Zahlungsmittels. Aber in der Tat kann man Zeit gegen Zeit tauschen, in Familien und bei Freunden gehört es zur Selbstverständlichkeit, dass man sich gegenseitig hilft, besonders oft zu beobachten, wenn es darum geht, bei einem Wohnungsumzug in ganz kurzer Zeit eine große Arbeitsleistung bewältigen zu müssen. "Wir übertragen lediglich diesen spontanen Zeittausch in ein System, bei dem Zeitgutscheine von verschiedenen Menschen gegeneinander getauscht werden können, Menschen die sich möglicherweise vorher noch gar nicht kannten." Und das ganze funktioniert so: Menschen, die bereit sind an dem Zeittausch teilzunehmen, tun zunächst anonym ihre Bereitschaft kund, eine Dienstleistung anzubieten. Statt Geld dafür zu nehmen, erhalten sie das Versprechen, dokumentiert durch einen Zeittaler, dass jemand mindestens genau so lange für sie arbeitet, wie sie es als Vorleistung für einen anderen getan haben. Sie beantragen dann bei der zentralen Datenbank die Ausgabe eines Zeittalers, der dann auf ihren Namen ausgestellt. Dieser Zeittaler kann später wieder gegen eine Dienstleistung eines anderen getauscht werden und bleibt so lange im Umlauf, bis jemand anderes seine Zeitverbindlichkeit bei der zentralen Datenbank damit begleicht. "Ziel unseres Projekts ist unter anderem, die Menschen über dieses neue "Geld" tatsächlich einander näher zu bringen, die Anonymität aufzulösen und stärker die Menschen untereinander zu vernetzen," erklärt Caroline Lieser, eine der Mitinitiatorinnen des Projekts. "Tatsächlich ist es so, dass wir nicht nur Kuchen backen, Unkraut jäten oder im Winter einmal Schnee schippen, sondern wir haben auch Partner, bei denen man sich z.B. Werkzeug ausleihen kann, ganz ohne Euro und man verspricht im Gegenzug, eine bestimmte Arbeitszeit abzuleisten," so Jasmin Becker aus Oberwürzbach. Wer solche Arbeitszeit nachfragt, kann dies ebenfalls zunächst anonym tun, wenn er das möchte aber auch gern mit Namensnennung, so dass man auch die Möglichkeit hat, sein Versprechen einzulösen. "Das Besondere ist, dass mit zunehmender Projektdauer immer mehr Menschen dazu gebracht werden, sich gegenseitig zu helfen, und zwar Menschen, die vorher nie zueinander gefunden hätten," beschreibt Jasmin Becker ihre Intention für die Mitarbeit an dem Projekt. "Auf die Idee sind wir durch das Schüler Projekt "Econo-Me" des Handelsblattes gekommen. "Beim Nachdenken über die Frage, was Geld ist, wie der Wert entsteht, welche Funktionen Geld erfüllen muss, haben wir uns gefragt, wie wir selbst eine neue Währung schaffen könnten, die von einer Gemeinschaft anerkannt wird, die wertbeständig ist und Tausch und Vergleichbarkeit von Werten unterschiedlicher Güter und Dienstleistungen ermöglicht," geht Nicole Jager auf den Background des Projekts ein. "Wir müssen natürlich auch verhindern, dass sich jemand bei diesem Projekt überschuldet, also so viele Zeiteinheiten für sich sammelt, dass er gar keine Chance mehr hat, diese in einem überschaubaren Zeitraum "zurückzuzahlen", geht Kyra xxx auf die aktuellen Grenzen des Zeitvermögens oder der Zeitschulden ein. Deshalb ist das maximale Zeitguthaben und auch der maximale Zeitkredit auf 60 Stunden (Zeittaler) begrenzt. Wer diese Zeit erreicht hat, muss zunächst entweder selbst für andere etwas tun oder bei anderen etwas nachfragen, bevor er neue Zeittaler beantragen kann. Wer sich für die Mitarbeit bzw. Die Mitgliedschaft in der Zeittaler-Gesellschaft interessiert, kann sich gern an Jean-Pierre Agostini wenden, oder zu den monatlichen Talergesellschaften kommen, in denen die aktuelle Entwicklung besprochen wird.

 Linkliste

Kurze Geeschichte des Geldes (4min)

http://www.filmakademie.de/MotionDesign-Showreel2013/4_jahr.html

 

 

www.peakprosperity.com/crashcourse/deutsch/kapitel-3-exponentielles-wachstum

Was unterscheidet exponentielles Wachstum von linearem Wachstum?

An welchem Beispiel lässt sich exponentielles Wachstum leicht veranschaulichen?

 

http://www.peakprosperity.com/crashcourse/deutsch/kapitel-6-was-ist-geld

Was ist nach Aussage des Films "Geld"?

Wie lässt sich nach dieser Theorie der hohe Wert von Gold erklären?

Warum kostet Trinkwasser Geld, obwohl das Grundwasser (ein freies Gut) kostenlos ist?

 

www.peakprosperity.com/crashcourse/deutsch/kapitel-7-geld-schopfung

http://www.peakprosperity.com/crashcourse/deutsch/kapitel-7-geld-schopfung

Wieviel Geld kann eine Bank verleihen, wenn jemand 1000 Euro auf Konto eingezahlt hat?

Wieviel "Geld" ensteht also durch Einzahlung von 1000 Euro auf ein Bankkonto?

Was wird zu einem großen Problem bei dieser Art von Geldschöpfung?

http://www.peakprosperity.com/crashcourse/deutsch/kapitel-8-die-us-notenbank

Woraus entsteht das Geld nach Aussage des Films?

Um wieviel muss nach Aussage des Autors die Geldmenge jährlich wachsen?

 

Kurze Geschichte des US-Geldes

http://www.peakprosperity.com/crashcourse/deutsch/kapitel-9-kurze-geschichte-des-us-geldes

Wodurch war lange Zeit der Wert von baknoten gedeckt?

Wann wurde diese Form der Wertsicherung aufgegeben?

Wodurch ist heute der Wert gedeckt?

 

1 Warum ist Gold teurer als Eisen? Weil es knapper ist, weil die Beschaffung und Aufbereitung mehr (Arbeitszeit) kostet
2 Worin drückt sich die Knappheit eines Gutes aus? Im Preis
3 Wovon hängt die Nachfrage nach einem Produkt ab? Vom Bedarf der Menschen
4 Seit wann gibt es Geld in Form von metallischen Münzen? Seit etwa 650 vor Christus
5 Woraus bestanden die ersten Münzen? Zu 5% bis 20% aus Gold , der Rest aus Silber.
6 Seit wann wurden Münzen mit einem Stempel geprägt, um ihre Echtheit zu bestätigen? Seit etwa 600 v.C.
7 Warum galt der lydische König als der reichste Mann der Antike? Er ließ die ersten gestempelten Münzen prägen, die im ganzen Mittelmeerraum verbreitet waren
8 Welche Möglichkeiten hatte man vor der Erfindung des Papiergeldes, um eine Inflation zu machen? 1.Man mischte unedles Metall in die Münzlegierung. 2. Man machte die Münzen leichter.
9 Wann gab es in Deutschland eine galoppierende Inflation? 1923 , ein Ei kostete 80 Millionen Mark
10 Wenn eine Regierung immer mehr Geld druckt, um ihre Importe zu finanzieren, führt das auf lange Sicht zur Inflation
11 Wenn die EZB die Zinsen anhebt, stärkt das den Wert des Euro, weil mehr Menschen aus dem Ausland Geld in Euro anlegen.
12 Wie nennt man eine Preissteigerung bei gleichzeitigem Nullwachstum der Wirtschaft? Stagflation / Stagnation bei Inflation
13 Fallende Preise sind immer ein Zeichen für wirtschaftlichen Rückgang, weil die Verbraucher dann Anschaffungen zurückstellen / auf später verschieben
14 Eine Geldentwertung unter 2,5% ist normalerweise kein Problem, sie ist im Gegenteil eher positiv, weil Konsumenten Anschaffungen vorziehen
15 Bei einer Inflation verlieren die Menschen ihr Geld, die Sparguthaben besitzen oder von staatlichen Leistungen leben. Deshalb flüchten viele Leute in Sachgüter oder Rohstoffe
16 Wenn die Geldmenge langsamer wächst als die Gütermenge, kommt es zur Deflation
17 Bei einer Deflation sinkt die Nachfrage nach Gütern
18 Durch die Deflation verringert sich in den Betrieben die Produktion von Gütern
19 Die Deflation führt in kurzer Zeit zu einem Rückgang der Produktion und zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit
20 Was können ein Pferd und eine Inflation ? galoppieren
21 Beim Kauf ist Geld ein Tauschmittel / Zahlungsmittel
22 Wie viele Münzen muss ein Verkäufer höchstens annehmen 50
23 Was ist der höchste Betrag, den man in Deutschland auf einmal mit den gängigen Euromünzen bezahlen kann? 100 Euro (50 mal 2 Euromünzen)
24 Gibt es in Deutschland auch inoffizielle, örtliche Währungen, sogenanntes Lokalgeld? Ja.
25 Wer darf Münzgeld ausgeben? Der jeweilige Finanzminister
26 Der Wert des Geldes richtet sich nach seiner .... Kaufkraft
27 Die Kaufkraft sinkt, wenn die Preise .... steigen
28 Welches Amt beobachtet die Preisentwicklung in Deutschland? Das Statistische Bundesamt
29 Um festzustellen, wie sich die Preise entwickeln,vergleicht man die Preise von etwa 750 Artikeln. Diese 750 Artikel nennt man den .... Warenkorb
30 Weil immer neue Waren angeboten werden und weil sich die Gewohnheiten der Verbraucher ändern, muss man auch den Warenkorb ständig an die Verbrauchsgewohnheit .... anpassen
31 Wenn die Geldmenge schneller wächst als die Gütermenge, dann spricht man von Inflation
32 Eine der wichtigsten Aufgaben der Europäischen Zentralbank ist die Erhaltung der Geldwertstabilität
33 Heute ist der Wert des Geldes durch das Vertrauen der Menschen und die Wirtschaftskraft eines Raumes gedeckt, früher geschah die Deckung durch den Metallwert
34 Das meiste Geld existiert nicht in Form von Münzen oder Scheinen sondern als Giralgeld oder Buchgeld
35 Bei Kurantmünzen beruht der Wert auf dem Metallwert. Bis 1914 gab es in Deutschland Kurantmünzen. Heutige Münzen sind Scheidemünzen
36 Wer darf neue Euro-Banknoten drucken und in den Verkehr bringen? Die Europäische Zentralbank
37 Das gesetzliche Zahlungsmittel eines Staates oder einer Staatengemeinschaft ist die Währung
38 Der Euro und der US Dollar sind in Bezug auf andere Währungen internationale Leitwährungen
39 Die amerikanische Haushaltsbilanz ist seit vielen Jahren nicht mehr ausgeglichen. Das führt zu einem Wertverlust des Dollar
40 Versicherte mit einer Kapitallebensversicherung haben Anspruch auf Geld, während die Versicherung das Geld in Sachwerten anlegt. Wer von den beiden profitiert bei einer Inflation? Die Versicherung
41 In welcher Währung werden über 90% des Ölhandels getätigt? In US Dollar
42 Die amerikanische Notenbank druckt Dollar, um damit Öl zu importieren. Die Saudis kaufen mit diesen Dollar z.B. Betriebe in anderen Ländern. Wer verliert bei diesem Geschäft? Die Länder, deren Betriebe gekauft werden.
43 Welche zwei Währungen überstanden alle Wirtschafts- und Währungskrisen seit 1850? Der US-Dollar und der Schweizer Franken
44 Wodurch will die EU die Schwarzarbeit und die Hortung von Geld erschweren? Durch die Abschaffung der 500 Euro-Scheine